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Der therapeutische Workshop

Unser therapeutischer Workshop ist von der Ausrichtung her systemisch. Dabei handelt es sich um eine eintägige, intensive und lösunsorientierte Intervention, die nach Möglichkeit den Lebenspartner des Betroffenen einbezieht. In unserem Workshop werden 2 Sitzungen zu je 3 h Dauer durchgeführt, von denen die erste das bisherige Trinkverhalten und den Einsatz der Methode zum Inhalt hat, während in der zweiten soziale und biographische Randbedingungen des Klienten betrachtet werden. Systemische Therapie/Coaching ist nicht mit Psychotherapie zu verwechseln. Nicht nur die Psyche, sondern insbesondere auch das nahe Lebensumfeld des Klienten wird im Problemkontext betrachtet.

Systemisches Vorgehen

Das Vorgehen ist systemisch lösungs- und ressourcenorientiert. Dies bedeutet, dass in der Regel schnell nach effektiven Lösungen im System der Klienten gesucht wird, statt der Problementstehung allzu viel Aufmerksamkeit zu widmen. Bei der Lösungssuche wird versucht alle Fähigkeiten und Möglichkeiten (=Ressourcen) der Klienten zu nutzen, insbesondere solche, die diesen zuvor gar nicht bewusst waren. Ferner wird mit den Klienten über konstruktivistische Ansätze eine realistische Vision für ein lebenswerteres Leben „für die Zeit danach“ entwickelt.

Intensives Erleben

Durch die kurze Dauer des Workshops werden in kurzer Zeit viele Themen berührt. Das Erleben ist dabei sehr intensiv, die Emotionen nicht selten heftig. Gerade bei Suchterkrankungen (oder deren Vorstufen) ist es wichtig den Wandel schnell einzuleiten. Verschleppt man diesen über Wochen und Monate, kann die Hürde oft nicht genommen werden. Ein Workshop fokussiert die Änderungsbereitschaft auf nur einen kurzen Zeitraum, um die große Hürde zu bewältigen.

Einbeziehung des Lebenspartners

Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Workshops ist die Einbeziehung es jeweiligen Lebenspartners oder einer engen Bezugsperson (z.B. Familienangehöriger, bester Freund/in). Hierdurch erhält der/die Betroffene einerseits direkte Unterstützung aus dem privaten Umfeld, andererseits sind die Lebenspartner in aller Regel „mitbetroffen“ und werden in die Therapie mit einbezogen. Oftmals sind Trinkauslöser für den Betroffenen auch über die Beziehungsdynamik gegeben, so dass gemeinsam erarbeitet werden kann, wie alte Muster durchbrochen werden können und die erforderliche Entlastung geschaffen werden kann. Die Mitwirkung der Lebenspartner bzw. enger Bezugspersonen hilft zudem ungemein die Erfolge und die Zuversicht aus dem Therapieraum tatsächlich erfolgreich in den Alltag zu tragen.

Prävention: „Notfallkoffer“ und Nachsorge

Nachhaltigkeit erfordert auch Prävention. Gefährliche Szenarien und zu erwartende Komplikationen müssen vorhergesehen und durchdacht werden und mit passenden Notfall-Maßnahmen versehen werden. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden als therapeutischer „Notfallkoffer“ verstanden, die der/die Betroffene und seine Begleitung in Form einer individualisierten Maßnahmenliste mit nach Hause nehmen. Es gibt auch die Möglichkeit der Nachsorge durch den Therapeuten, z.B. entweder in Form einer 3-monatigen Email-Begleitung oder in Form von weiteren Sitzungen.

Inhalte des Workshops


    Sitzung 1 (3h)

  • Kennenlernen, Klientenvereinbarung
  • Erhebung der „Trink-Anamnese"/Biographie
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung der Situation
  • Erläuterung der Drei Statt Dry©-Methode in allen Einzelheiten

    Sitzung 2 (3h)

  • Klärung sozialer Verstrickungen, Abhängigkeiten, Paardynamik
  • Ressourcen und umsetzbare Lösungen
  • Perspektiven und Visionen für „das Leben danach“
  • Besprechung möglicher Komplikationen, Notfall-Maßnahmen